Migraciones

Einwanderungshelfer

Vorsicht bei der Wahl des Einwanderungshelfers!

Lasst euch Zeit mit der Auswahl - oder nehmt einen der in den entsprechenden Auswanderergruppen in Facebook immer wieder aufgeführten, als seriös bekannten Helfer.

Bei anderen erkundigt euch in jedem Fall bei mehreren, verschiedenen und nicht miteinander verbandelten Leuten vor Ort, wen die empfehlen würden und macht euch selbst in Ruhe ein Bild.

Selbst wenn das polizeiliche Führungszeugnis ablaufen sollte, ist das kein Drama. Ein erfahrener Einwanderungshelfer hat kein Problem damit, das neu anzufordern! Und auch die Dreimonatsfrist für das Einreisevisum ist kein wirkliches Problem. Falls das abläuft, kann man es beim ersten Mal gegen Zahlung einer kleinen Gebühr bei der Einwanderungsbehörde (Migraciones) verlängern lassen oder man macht halt eine kleine Besichtigungstour in Brasilien oder Argentinien. Und schon kann man nochmals 3 Monate bleiben.

Nicht immer ist ein auf den ersten Blick preisgünstiger Einwanderungshelfer am Ende auch wirklich günstig.

Man kann Deutsche, die seit langen Jahren in Paraguay leben, nicht nach europäischen Maßstäben einschätzen - schon gar nicht beim Kontakt über das Internet.

Rechtlich erfolgreich gegen einen Einwanderungshelfer vorgehen zu können, ist in Paraguay wenig aussichtsreich. Und das wissen die entsprechenden Einwanderungshelfer auch - und speziell dann, wenn sie denn noch hier im Lande Jura studiert haben.

Und wer glaubt, ein studierter Jurist muss oder kann sich dreisten Betrug nicht leisten, der irrt sich gewaltig. Das mussten wir bei unserer eigenen Einwanderung lernen. 

Ein Helfer, der einen selbst davor warnt, keinem zu vertrauen, legt es unter Umständen gerade darauf an, dass man ihm vertraut - möglicherweise um dieses Vertrauen dann genau dafür zu nutzen, um einen dreist um sein Geld zu bringen.

Nachdem unser erster Einwanderungshelfer den Großteil des Geldes kassiert hatte, kam er mit einer Story, er sei überfallen worden. Das ganze Geld sei weg und er nicht mehr arbeitsfähig.

Zu diesem Zeitpunkt sollte er eigentlich alle übersetzten Dokumente bei der Migraciones eingereicht haben. Es existierte jedoch nicht eine einzige Übersetzung. Wir wurden schlicht um unser Geld geprellt - so wie wohl bereits etliche vor uns!

Vorauszahlungen 

sind zwar bei den meisten Einwanderungshelfern üblich. Wer sicher gehen will, sollte jedoch besser Zahlungen nur nach Arbeitsfortschritt leisten. Alles andere ist ein erhebliches Risiko - speziell dann, wenn man weiter weg von der Hauptstadt Asuncion ist.

Es gibt Einwanderungshelfer, bei denen man erst dann die komplette vereinbarte Summe bezahlen muss, wenn sie den gesamten Antrag für die Daueraufenthaltsgenehmigung bei Migraciones eingereicht haben und man die Eingangsquittung von der Behörde erhalten hat. Zu diesem Zeitpunkt ist die Hauptarbeit erledigt und man ist somit auf der sicheren Seite, dass der Rest auch noch erledigt wird.