Umzugscontainer

Wer auswandert, steht immer vor der Frage, lohnt es sich, das bisherige Hab und Gut mit nach Paraguay zu nehmen - oder fliegt man besser nur mit ein bis zwei Koffern und etwas Handgepäck. Beides hat seine Vor- und Nachteile.

Wenn du ohne großes Gepäck ankommst, musst du dir keine Gedanken machen, dass du erstmal noch überhaupt nicht weißt, wo im Lande du dich niederlassen willst. Du kannst deine Koffer jederzeit wieder packen und ein Stück weiter ziehen, bis du deine endgültige Bleibe gefunden hast.

Mit einem Container an den Hacken wird das schon schwieriger. Der kommt zwar erst 2 Monate nach dir in Paraguay an, aber zwei Monate sind hier keine lange Zeit! Um sich den endgültigen erträumten, neuen Lebensmittelpunkt zu suchen, reicht das nicht aus! Und das heißt dann unter Umständen, erneut den Container innerhalb des Landes zu transportieren, also weiterer Aufwand und weitere Kosten.

Ohnehin kostet bereits der Kauf und erste Transport eines 20"-Containers von Europa hierher etliche Tausend Euro. Man sollte sich also genau überlegen, ob das, was man so alles aus der alten Welt mitnehmen möchte, einem wirklich so viel wert ist - oder ob man nicht besser komplett in ein neues Leben startet.

Dabei muss man auch bedenken, dass man z.B. an den in Europa üblichen Spanplattenmöbeln wegen der hohen Luftfeuchtigkeit hier keine lange Freude haben wird. Das gebrauchte Auto mitzunehmen lohnt wegen des hohen Einfuhrzolls in der Regel auch nicht.

Und all die Sachen, die man schon vorher jahrelang nur herumliegen hatte und eigentlich nie brauchte, entsorgt man billiger direkt vor Ort.

Für die wichtigsten kleinen Erinnerungsstücke und ein paar sinnvolle Dinge wie den Computer, Drucker, einige hochwertige, technische Geräte und die wichtigsten Bekleidungsstücke gibt es gegebenenfalls noch die verhältnismäßig preisgünstige Möglichkeit, sie als Beiladung in einem Umzugscontainer von Anderen mitzuschicken oder als Seekiste in einen Sammelcontainer verladen zu lassen.

Auf der anderen Seite sind viele von den Sachen, die man dann hier dann neu kaufen muss, von schlechterer Qualität, als man sie vorher schon hatte. Und alles zu besorgen, ist auch nicht gerade wenig Zeit- und Arbeitsaufwand. So lernt man aber auch, dass man mit viel weniger Dingen auskommen kann, als man vorher hatte - und trotzdem glücklicher lebt.

Aber egal wie man es macht, man braucht für einen Containertransport in jedem Fall einen Spezialisten hier vor Ort, der sich mit den Gegebenheiten im Lande auskennt und die Zollabwicklung reibungslos durchführt. 

Schon wenn man sich Angebote einholt, sollte man darauf achten, dass diese nicht nur CIF Asunción sind. Denn das heißt, dass nur die Kosten, Versicherung und Fracht bis zum Hafen von Asunción gedeckt sind. Und alles andere, was noch dazu kommt, hat man dann als Anschlussproblem zu lösen und extra zu bezahlen. Und das ist in Paraguay dann meist nicht unerheblich.

Auf den Bildern kann man einige von den typischen Problemen sehen:

    

Fotos: Peter Kunzmann